Slowenien harmlos: DFB-Team gewinnt ohne Glanz
Das durchrotierte DFB-Team bezwingt Slowenien mit einem glanzlosen Sieg. Ein Blick auf die Leistungen der Spieler und die Perspektive der Nationalmannschaft.
Eine unglamouröse Vorstellung
Das deutsche Nationalteam hat es wieder einmal geschafft, einen Sieg einzufahren, der bei den Zuschauern nicht gerade für Jubelstürme sorgte. In einem Spiel gegen das weitgehend harmlose slowenische Team kam die DFB-Auswahl zu einem knappen 1:0-Sieg. Man könnte nun sagen, ein Sieg ist ein Sieg, aber wenn man die Spielweise und die Leistungen der Akteure betrachtet, könnte man ebenso gut an der DFB-Philosophie zweifeln.
Die Aufstellung des Teams ließ bereits erahnen, dass dieser Abend nicht in die Geschichtsbücher eingehen würde. Bundestrainer Hansi Flick setzte auf eine durchrotierte Mannschaft, die im Vorfeld mit vielen Wechseln experimentierte. Sicherlich, es ist immer wichtig, den Kader zu testen und verschiedene Kombinationen auszuprobieren. Doch an einem Abend, der nach Hoffnung und Inspiration schrie, kam die Darbietung eher einer Pflichtübung gleich. Die Spieler schienen nicht nur die Zuschauer, sondern auch sich selbst zu langweilen.
Die ungenügende Kreativität
Kreativität? Fehlanzeige. Die deutschen Angriffe schienen oftmals wie aus einem Lehrbuch zur „Gründung einer Fußballmannschaft“ entsprungen zu sein – viel Ballbesitz, gelegentliches Vorpreschen, aber kaum ein Funke an Inspiration. Michiel Jansen, der Slowenische Torwart, kann sich glücklich schätzen, dass die deutschen Stürmer anscheinend ihre Torinstinkte in der Kabine gelassen hatten. So viele Chancen wurden vergeben, dass man fast den Eindruck gewinnen konnte, sie hätten einen eigenen Wettkampf im „Verfehlen“ organisiert.
Wenn Flick die Möglichkeit nutzen wollte, neue Talente zu fördern, könnte er sich in Zukunft vielleicht auch auf die Effektivität konzentrieren. Ja, die Defensivarbeit war solide. Man könnte fast sagen, sie war „unauffällig“. Aber noch unauffälliger bleibt die Kreativität im Mittelfeld, die mehr nach einer verlegten Kaufanfrage für einen talentierten Spielmacher klingt als nach einer lebhaften Bundesligaparty. Wenigstens wurde das Spiel nicht durch die blasse Vorstellung der Slowenen unerträglich, sie schafften es ähnlich wenig, Akzente zu setzen.
Selbst die Spieler, die für ihre Schnelligkeit und Dynamik bekannt sind, blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Flügelspieler, die vor Jubel mit ihren Dribblings die Massen in Ekstase versetzen sollten, schienen eher auf der Suche nach einem ruhigen Platz zum Verweilen. So wurde der Sieg zu einer schleichenden Angelegenheit, von der kein Zuschauer wirklich begeistert war.
Der Blick in die Zukunft
Man könnte die Leistung des DFB-Teams als eine Form der Vorbereitung auf künftige Herausforderungen betrachten. Allerdings, wenn diese Vorbereitung nur in einer monotonen Abfolge von Pässen und einem Mangel an Mut bei Offensivaktionen besteht, dann kann man nur hoffen, dass gegen stärkere Gegner nicht dieselbe „Eigenarten“ zur Anwendung kommen.
Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass die Mannschaft den Solos von der Menge an durchrotierten Spielern geschuldet ist. Doch in Wahrheit war es eher der Mangel an Vertrautheit, der eine hochkarätige Vorstellung im Keim erstickte. Die Spieler schienen einander nie wirklich zu verstehen, als würde man in einer dunklen Gasse stehen und das Licht des Verständnisses und der Kommunikation vermissen.
Die Uhr tickt jedoch, und der nächste Wettbewerb rückt näher. Sollte sich die DFB-Auswahl in einem ähnlichen Zustand präsentieren, könnte es durchaus sein, dass die anerkennenden Worte über ein „Modernisierungsprojekt“ schnell in kritische Bemerkungen umschlagen. Doch trotz allem gibt es auch einen Funken Hoffnung – vielleicht geschieht das Unmögliche: der große Durchbruch, der letzte Schrei der Kreativität, der Funke, der die Mannschaft aus dieser öden Einöde herausreißt.
Es bleibt abzuwarten, ob der nächste Auftritt des Teams einen positiven Eindruck hinterlassen wird oder ob die Fans weiterhin auf eine Offensive wartet, die mehr verspricht als nur ein glanzloser Sieg gegen ein unterlegendes Team.
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